African
Arts
Gallery

Nairobi 

(Foto: Ivonne - Fridah - Elizabeth)

Wir sind Elizabeth Wambui Mbuthuri und Ivonne Cherop Seroney aus Nairobi, zusammen mit Volker Knauss aus Düsseldorf. Was uns verbindet, ist eine gemeinsame Leidenschaft für zeitgenössische afrikanische Kunst und die Vision, die Sichtweise auf Afrika durch seine künstlerischen Stimmen zu verändern.

Allzu oft wurde afrikanische Kunst auf Klischees reduziert – Gemälde von Elefanten, Giraffen und Zebras –, die eher der europäischen Vorstellung als der afrikanischen Realität entspringen. In der African Arts Gallery möchten wir diese Stereotypen durchbrechen und zeigen, was das moderne Afrika wirklich ausmacht: seine Lebensweise, sein sich wandelndes Selbstverständnis und die Kreativität, mit der Künstler sich den Herausforderungen und Lösungen der heutigen Zeit stellen.

Zu unserer Mission gehört auch, uns mit dem Fortbestehen kolonialistischer Denkweisen auseinanderzusetzen. Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist die Tatsache, dass die Benin-Bronzen immer noch allzu oft als „Entdeckungen” der Briten beschrieben werden, anstatt als Meisterwerke afrikanischer Künstler anerkannt zu werden. Indem wir zeitgenössische Stimmen aus dem gesamten Kontinent präsentieren, wollen wir die Deutungshoheit zurückgewinnen und Afrikas rechtmäßigen Platz in der globalen Kunstszene feiern.

Kontraste im modernen Afrika: Die zwei Gesichter Nairobis

Nairobi, die Hauptstadt Kenias, verkörpert die Gegensätze des modernen Afrikas – eine Stadt, in der Fortschritt und Armut nebeneinander existieren. Im Stadtzentrum spiegeln Glastürme, Tech-Start-ups und belebte Cafés eine neue Ära der Innovation wider, die Nairobi den Namen „Silicon Savannah“ eingebracht hat. Junge Fachkräfte prägen ein modernes, vernetztes Afrika voller Ehrgeiz und Energie.

Nur wenige Kilometer entfernt sieht die Realität jedoch ganz anders aus. In Slums wie Kibera und Mathare kämpfen Millionen Menschen mit Überbevölkerung und eingeschränktem Zugang zu sauberem Wasser, sanitären Einrichtungen und Strom.

Diese starken Kontraste offenbaren das Herzstück des modernen Afrikas: einen Kontinent, der mit großen Schritten in die Zukunft eilt, aber gleichzeitig noch immer mit den Herausforderungen der Ungleichheit und Integration konfrontiert ist.

Die starken Kontraste Nairobis – seine moderne Skyline neben riesigen Slums – inspirieren Künstler wie Brian Gwako dazu, die komplexe Geschichte der Stadt zu erzählen. Seine Arbeiten spiegeln sowohl die Energie des Fortschritts als auch die aus Kämpfen entstandene Widerstandsfähigkeit wider und verbinden leuchtende Farben und urbane Texturen, um das Leben in all seinen Facetten einzufangen.

Für Gwako und viele andere beflügelt Nairobis Mischung aus Hoffnung und Not die Kreativität und zeigt, wie Kunst die Kluft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Welten überbrücken kann.

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Location

Nairobi
Kenya

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